ipolog 4 Material Flow: Default-Werte für Anfangs-, Melde- und Sicherheitsbestand

Standardwerte Bestandsparameter Sicherheitsbestand Anfangsbestand Meldebestand Default Werte reorder initial level safety

Damit die Transportauftragsberechnung- und Simulation mit praxisnahen Werten rechnen kann, werden für die Bestandsparameter in der Versorgungskette beim Anlegen und Speichern des Entscheidungsbaums Standardwerte für den Anfangs-, Melde- und Sicherheitsbestand gesetzt.

Standardwerte können zu jeder Zeit manuell vom Nutzer geändert werden.

mceclip0.png

Anfangsbestand

Für die Default-Werte der Anfangsbestände gelten in Abhängigkeit des Eingangs-Behälters aus der SVK folgende Bedingungen:

Fall 1: LE als Anlieferbehälter in Stufe 1 (ganz rechts), Umpackprozesse irrelevant

  • (A) wenn LE / Tag < 20
  • Stufe 1:  Anfangsbestand =1∗Teile pro Ladeeinheit
  • Stufen dazwischen:  Anfangsbestand = Anfangsbestand  Stufe 1
  • Stufe n:  Anfangsbestand = 0 (Stufe ganz links)

  • (B) wenn LE / Tag > 20

  • Stufe 1:  Anfangsbestand = 2∗Teile pro Ladeeinheit
  • Stufen dazwischen:  Anfangsbestand = 20∗Teile pro Ladeeinheit
  • Stufe n:  Anfangsbestand = 0 (Stufe ganz links)

Fall 2:  LT als Anlieferbehälter in Stufe 1 (ganz rechts) ohne Umpackprozesse:

  • Stufe 1:  Anfangsbestand = 2∗Teile pro Ladungsträger
  • Stufen dazwischen:  Anfangsbestand = Anfangsbestand Stufe 1
  • Stufe n:  Anfangsbestand = 0 (Stufe ganz links)

Fall 3:  LT als Anlieferbehälter in Stufe 1 (ganz rechts) mit Umpackprozessen

  • Stufe 1:  Anfangsbestand = 2∗Teile pro Ladungsträger
  • Stufen bis zum rechtesten Wechsel: Anfangsbestand = Anfangsbestand  Stufe 1
  • Rechteste Wechselstufe: Anfangsbestand =1∗Teile pro Ladeeinheit
  • Stufen bis zum Ende:  Anfangsbestand  = Anfangsbestand Wechselstufe (Weitere Wechsel spielen keine Rolle)
  • Stufe n: Anfangsbestand = 0

Meldebestand

Für die Default-Werte der Meldebestände gelten folgende Bedingungen:

  • Meldebestand = Anfangsbestand - Wiederbeschaffungsmenge (auto-generated)
  • Falls der auto-generierte Wert kleiner als der Sicherheitsbestand, gilt Meldebestand = Sicherheitsbestand
  • Falls der Nutzer einen Wert kleiner als den Sicherheitsbestandswert eingibt, gilt Meldebestand = Sicherheitsbestand

Sicherheitsbestand

Für die Default-Werte der Sicherheitsbestände gelten folgende Bedingungen (LT oder LE als Anlieferbehälter in Stufe 1):

  • Berechnungsformel: 2h * (Teile pro Tag / Gesamtnettoarbeitszeit)
  • Bei importierten oder fehlenden Bereitstellanforderungen wird ein Default Wert für die Gesamtnettoarbeitszeit gesetzt: 16 h

    • Falls der Nutzer einen Wert größer als den Meldebestandswert eingibt, gilt Meldebestand = Sicherheitsbestand
  • WENN der Wert für den Sicherheitsbestand > Summe (Anfangsbestand + Wiederbeschaffungsmenge (in Teile),
    • DANN Anfangsbestand = Sicherheitsbestand + 1* (Teile pro Ladungsträger) bzw. (Teile pro Ladeeinheit)
  • Diese Bedingung gilt für die Stufe 1. Alle anderen haben einen Wert von 0

Hinweis:

  • Der Sicherheitsbestand solte niedriger als der Meldebestand sein. Somit gibt es einen längeren Zeitraum, wann der Transport am Band ankommen kann
  • Der berechnete Sicherheitsbestand entspricht einen Teilepuffer für einen Zeitraum von zwei Stunden (Aus diesem Grund sind in der Berechnungsformel 2h dem stündlichen Teileverbrauch vorangestellt.)

Allgemeines:

  • Die Zählschritte der Spinboxen für Anfangs-, Melde-, und Sicherheitsbestand sind immer Vielfache vom Wert des Attributes Teile pro Ladungsträger bzw. Teile Pro Ladeeinheit (je nachdem, was in die Stufe angeliefert wird, LT oder LE)
  • Default-Werte werden nach Erstellen von VKs gesetzt
  • Manuell geänderte Werte bleiben nach den folgenden Aktionen unverändert:
  • LMG Re-Import
  • Ändern der Produktionsdaten (Schichtplan, Anzahl Produkte, Taktzeit)
  • Re-Import und Speichern des Schichtplans
  • Automatisch gesetzte (nicht manuell geänderte) Defaultwerte aktualisieren sich nach folgenden Aktionen:
  • LMG Re-Import
  • Ändern der Produktionsdaten (Schichtplan, Anzahl Produkte, Taktzeit)
  • Re-Import und Speichern des Schichtplans